Erfahrungsbericht

Bilinguale Klasse – was macht den Unterschied?

Melanie Pischke ist Schulternbeirats-Vorsitzende an der Luther Schule. Hier schildert sie ihre Erfahrungen.

Ganz schön aufregend. Als „ganz schön aufregend“ lässt sich wohl am besten unser letztes Jahr im Kindergarten beschreiben. Bald würden wir Eltern eines Schulkindes sein. Mit der Vorfreude kamen aber auch die Fragen nach der „richtigen“ Schule und dem „geeignetsten“ Konzept.

Für unseren Sohn war diese Frage jedoch schnell geklärt. Er wollte auf die Schule gehen, die er auch schon in seinem „Schulmini-Projekt“ kennengelernt hatte und in die auch viele seiner Kindergartenfreunde bereits eingeschult wurden. Die Schule war also gefunden. Über befreundete Familien erfuhren wir von der Möglichkeit eine bilinguale Klasse zu besuchen. Unser Sohn war sofort begeistert als er davon erfuhr.

Also befassten wir uns näher mit dem bilingualem Konzept. Für uns traten anfangs Sorgen auf, ob das Erlernen von Grundlagen in Deutsch und Mathematik durch einen bilingualen Unterricht erschwert werden könnte.  Die guten Erfahrungen von Eltern, deren Kinder bereits bilingual Unterricht wurden, nahmen uns die Zweifel und so meldeten wir ihn für die bilinguale Klasse an und erhielten die Zusage.

Bereits wenige Wochen nach der Einschulung fanden die ersten Wörter, Sätze und Lieder den Weg zu uns nach Hause und wurden mit Stolz vorgetragen. Seit dem erleben wir immer wieder Momente, in denen er die englische Sprache anwendet und versteht.

Auch wenn wir uns anfänglich nicht sicher waren, sind wir heute froh uns so entschieden zu haben. Für uns macht nicht die Anzahl der Englischstunden den Unterschied zu einer nicht bilingualen Klasse aus, sondern die große Offenheit gegenüber einer Fremdsprache, welche für unseren Sohn nicht länger fremd geblieben sondern zur Normalität geworden ist.

Melanie Pischke

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